von T(n)C
Wann:
29 November, 11–15 Uhr
Anmeldung über: patricia.reis@mzbaltazarslaboratory.org
Der Workshop richtet sich an FLINTA*-Personen und Allies
Wo:
Mz. Baltazar’s Laboratory, Jägerstraße 52-54, 1200 Wien
ÜBER
Dieser praktische Workshop vermittelt leicht zugängliche Methoden des 3D-Scannens und des künstlerischen Modellbaus mit physischen Objekten in einem spielerischen Umfeld. Die Teilnehmenden experimentieren mit der Herstellung kleiner Skulpturen aus gefundenen und übrig gebliebenen Materialien. Dabei entdecken sie, wie analoge Formen mithilfe gängiger Smartphone-Apps in digitale Objekte übersetzt werden können.
Im Zentrum des Workshops steht das Motiv des Flugdrachens. Ein Drache ist ein leichtes Flugobjekt, meist aus Stoff und Stäben gefertigt, das vom Wind getragen und über Schnüre vom Boden aus gesteuert wird. Über seine spielerische Funktion hinaus ist er eine symbolische Verbindung zwischen Erde und Himmel, Materie und Imagination.
Doch was geschieht, wenn Drachen nicht fliegen?
Die Teilnehmenden gestalten fragile, zu schwere oder absichtlich unausbalancierte Drachen aus übriggebliebenen Materialien und Fundstücken (von der Sonne verzogenes Plastik, verrostetes Metall, kaputte Konsumgüter, reflektierende Folien usw.). Diese unflyable kites werden anschließend digitalisiert und 3D-Modelle übertragen. Sie steigen nicht in den physischen Himmel, sondern in eine virtuelle Dimension auf und werden zu poetischen Objekten, die von Scheitern, Widerstand und Spiel erzählen.
Durch diesen Prozess gewinnen die Teilnehmenden Einblicke in das Zusammenspiel von Materialität im digitalen Raum, entdecken neue Perspektiven auf Textur und Form und entwickeln eine kreative Grundlage für den digitalen Weltenbau.
Die Teilnehmenden werden:
- kleine, handgefertigte Skulpturen aus Fund- und Restmaterialien anfertigen;
- grundlegende Techniken des 3D-Scannens mit Smartphone Apps erlernen;
- ein Verständnis für die Beziehung von Materialität und Virtualität entwickeln;
- die Struktur von Drachen untersuchen und anschließend die Regeln brechen, indem sie eigene unflyable Interpretationen gestalten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.Die Teilnehmenden sollten ihre Smartphones mitbringen und sind eingeladen, eigene Fundstücke oder besondere Materialien beizusteuern, die sie in ihre unflyable kites integrieren möchten.
