F l o a t i n g  A f f e c t i o n s

Wann: 26. 06. 2026

Uhrzeit: 19:00

Wo: Mz* Baltazar’s Lab‘ (Jägerstraße 52-54, 1200 Wien)

Eine Gruppenausstellung der Studierenden der LV „Technologien/Praxen | Digitale Kommunikations- und Medienwelten” 

Ausstellende

Ana Mikadze & Keita Sugiyama, Ariane Ranegger, Juárez Suarez, Lotta Dallermassl, Paula Peters, Saba Eshghi, storm (Julia Souza)

WANN:

Vernissage: Freitag: 26.06.2026, 19:00

Finissage: Freitag: 03.07.2026, 14:00

Workshop: The Tinkerer’s Desk – Collective Tinkering Workshop von Ana Mikadze & Keita Sugiyama

26.06.26, 15:00 – 19:00 

28.06.26, 13:00 – 17:00  Auf Weiteres verschoben wegen Hitze!

02.07.26, 17:00 – 20:00

Öffnungszeiten 

26.06.26, 15:00 – 19:00

27.06.26, 17:00 – 19:00 

28.06.26, 13:00 – 17:00 Auf Weiteres verschoben wegen Hitze!

29.06.26, 17:00 – 19:00 Auf Weiteres verschoben wegen Hitze!

01.07.26, 17:00 – 19:00

02.07.26, 17:00 – 20:00

03.07.26, 12:00 – 14:00

WO: Mz* Baltazar’s Lab‘ (Jägerstraße 52-54, 1200 Wien)

Floating Affections entsteht aus unterschiedlichen sozio-geografischen Kontexten, die in Wien zusammenlaufen. Die Ausstellung vereint künstlerische Praktiken, die sich mit Subjektivität in einer Welt auseinandersetzen, die von kulturellen, migrationsbezogenen und affektiven Strömungen geprägt ist. Sie reflektiert darüber, wie wir Raum und Zeit bewohnen, wenn Zugehörigkeit fließend ist und schlägt Affekte als Kompass vor, um sich in dieser Strömung zu bewegen.

Die Lehrveranstaltung „Technologien/Praxen | Digitale Kommunikations- und Medienwelten“ des Studienganges KKP an der Universität für Angewandte Kunst Wien wird im Kollektiv von Mitgliedern des Mz* Baltazar’s Lab’ abgehalten: Anna Watzinger, Evamaria Müller, Lale Rodgarkia-Dara, Olivia Jaques und Sarah Wilhelmy. Die Ausstellung ist das Ergebnis rund um das LV- Semesterthema „Strömungen“ und findet in den Räumlichkeiten des Mz*Baltazar’s Laboratory statt.

The Tinkerer’s Desk 

Ana Mikadze & Keita Sugiyama

Der „Tüftlertisch“ ist eine interaktive, sich stetig wandelnde Installation, welche das klassische Bild des einsamen Genies am Arbeitstisch aufgreift und demontiert. Am hier verwendeten Arbeitstisch können mehrere Teilnehmer*innen, ohne Hierarchie der verschiedenen Fähigkeiten, Platz nehmen.

Während des dreistündigen Workshops sind die Teilnehmer*innen eingeladen, eine sechssekündige Tonspur aufzunehmen – einen Atemzug, ein Wort, einen Klang oder ein zufälliges Geräusch – um diese anschließend in einem defekten Lautsprecher abzuspielen, der vor Ort auseinandergenommen und wieder zusammengebaut wird. Der Lautsprecher wird nicht repariert, sondern in seiner Unvollkommenheit integriert.

Die im Laufe der Arbeitssession aktivierten Lautsprecher fügen sich zu einem ortsspezifischen, polyphonen Instrument zusammen – eine spontane Sammlung von Klängen eines bestimmten Raumes, einer bestimmten Gruppe von Menschen sowie eines bestimmten Zeitabschnitts. Jeder Lautsprecher trägt eine Soundspur. Einzeln oder in Kombination, erzeugen sie eine Klangumgebung, die weder eine einzelne Urheberquelle noch eine feste Komposition besitzt.

The Tinkerer’s Desk — Collective Tinkering Workshop 

Wir werden Lautsprecher reparieren, Geräusche aufnehmen und diese auf den Lautsprechern abspielen. Je mehr Teilnehmer*innen partizipieren, umso mehr wird sich der Raum mit Tönen und Geräuschen füllen. Am Ende des Tages werden die Lautsprecher zu einem gemeinsamen Instrument zusammengefügt – zusammengesetzt aus allem, was jede*r mitgebracht, repariert und aufgenommen hat.

Im Workshop arbeiten wir in kleinen Gruppen von 1–3 Personen. Du kannst jederzeit innerhalb der angegebenen Zeiten ein- und aussteigen. Wir empfehlen jedoch für das gesamte Erlebnis etwa drei Stunden einzuplanen.

Wir arbeiten in Kleingruppen von 1-3 Personen. 
Mitzubringen: Ein defekter Lautsprecher (falls vorhanden), eine sechssekündige Tonaufnahme (oder mach gerne eine Aufnahme vor Ort). Keine Vorkenntnisse und keine Anmeldung nötig!

Workshop-Termine

26.06.26, 15:00 – 19:00  

28.06.26, 13:00 – 17:00  Auf Weiteres verschoben wegen Hitze!

02.07.26, 17:00 – 20:00

Aus-Grenzen 

Ariane Ranegger

Malerei; Ei-Tempera und Öl auf Leinwand

Grenzen sind von Menschen gemachte Konstrukte, die wir je nach unserer Herkunft, Geschichte oder politischen Lage einfacher oder schwerer überqueren können. Flüsse kennen diese Grenzen nicht. Sie fließen kontinuierlich durch Länder, egal wie sehr sich die Kulturen und Gesellschaften voneinander abwenden. Oft werden sie von Menschen umgeformt, aufgeteilt oder gestoppt, aber sie bahnen sich trotzdem ihren Weg. Entlang desselben Flusses existieren Wohlstand und Zerstörung, Stabilität und Unsicherheit, Nähe und Distanz nebeneinander.

Die Arbeit nimmt die Donau in den Fokus, die aufgrund ihrer geographischen Lage, viele Länder und Gesellschaften miteinander verbindet. Sie wird zur Projektionsfläche unterschiedlicher Realitäten, die gleichzeitig existieren können. Die Donau erscheint somit weniger als klar definierter Ort, sondern vielmehr als eine Bewegung, die verschiedene Wirklichkeiten miteinander verknüpft und zugleich deren Widersprüche offenlegt.

Eine Strömung wird in der Arbeit als etwas verstanden, das sich stabilen Ordnungen entzieht. Während politische Systeme versuchen, Räume und Menschen voneinander abzugrenzen, bleibt der Fluss eine Konstante. Er verbindet, formt, durchquert – unabhängig davon, wie sehr sich Gesellschaften voneinander entfernen.

¡Buenos días! 

Juárez Suárez

Aufgeteilt in zwei eingebettete Displays, zeigt der eine Bildschirm unzählige „Guten Morgen“- Bilder, die von der Familie der Künstlerin gesendet wurden, während der andere die dazugehörenden Metadaten präsentiert, die sowohl die Sendezeit der Bilder in Mexiko-Stadt als auch die entsprechende Uhrzeit in Wien anzeigen. Gemeinsam bilden sie eine Art digitale Gezeitenbewegung, in der Zuneigung nicht als stabile Präsenz erscheint, sondern als Bewegung, Latenz, Wiederholung und im Fluss.

Die Arbeit reflektiert Formen der Fürsorge, die sich in standardisierten Bildern und gewöhnlichen Gesten verlagert haben – Ausdrucksformen von Intimität, die zugleich als emotionale Erweiterung, Ersatz oder Stellvertreter von Nähe fungieren können. Anstatt diese Ambivalenz aufzulösen, verbleibt die Arbeit bewusst in diesem Schwebezustand.

Traces 

Lotta Dallermassl

Soundinstallation; Audiokassetten, Kassettenspieler, Kopfhörer

Seit 2016 sammle ich diverse Geräusche, um Gefühle, Situationen, Orte, Stimmungen und Träume klanglich einzufangen und festzuhalten. Ein solcher Sound fungiert für mich wie ein Foto, das eine Erinnerung festhält. Für die Ausstellung habe ich ein kleines Archiv zusammengestellt, welches Einblicke in meine Welt der Geräusche gibt. Du bist herzlich dazu eingeladen in meiner Erinnerungssammlung zu stöbern! (Nicht vergessen: Eine Kassette hat zwei Seiten!)

(un)titled

Paula Peters

Projektion; Booklet, Transparentpapier, Beamer, Sound, gebundenes Buch + Aufhängung

Die Arbeit entstand während einer mehrtägigen Bewegungsstudie durch Waldlandschaften im Umland von Wien. Ausgehend von minimalen Verschiebungen von Licht, Atmosphäre und Präsenz innerhalb einer Landschaft, wird ein offener Prozess der Wahrnehmung sowie einem Einfangen dieser mittels Videografie, Fotografie und Zeichnung angestoßen – ein Startpunkt für weitere Studien.
Wo entstehen Momente der Berührung – zwischen der Natur, einem Selbst, dem Bewussten, dem Unbewussten?

Home 

Saba Eshghi

Was erweckt bei mir das Gefühl von zu Hause? Wenn man weit weg ist, gibt es Momente, in denen sich der Körper entspannt, die Gedanken frei werden –  und man für ein paar Sekunden das Gefühl hat, zuhause zu sein. Man kann es nicht immer erklären: Ein Klang, ein Geruch, ein Gefühl, das einen zurückträgt. Etwas fast Unsichtbares.

Ist Zuhause wirklich nur ein Ort? Oder kann es in Menschen leben? Im Geschmack eines Gerichts, in einer vertrauten Stimme, in einer Sprache, die man nie gelernt hat, sondern einfach beherrscht?

Dieses Klangprojekt ist eine Sammlung solcher Momente – Momente, in denen ich plötzlich das Gefühl hatte, zuhause zu sein. Stimmen von Menschen, die ich liebe, aufgenommen vor zwei Jahren, als ich noch im Iran lebte: Die persische Sprache, meine Muttersprache; die Stimme meiner Mutter und der Menschen, die mir am nächsten sind. Und der Frage, die ich mit nach Wien gebracht habe: Was bedeutet Zuhause für dich?

Zuhause ist vielleicht kein Ort, zu dem man zurückkehrt. Manchmal findet es einen – im Akzent eines Fremden/einer Fremden, in einem Lied, in einem unerwarteten Moment der Stille.

It’s forbidden to forbid! Alternative Music as Resistance and Cultural Revolution

storm (Julia Souza)

Soundinstallation; Poster, Schallplatten, Schallplattenspieler, Kopfhörer, Tisch, Zeitschrift, CDs, Regale

 Diese Installation befasst sich mit alternativer Musik in Brasilien und Japan. Dafür habe ich Plakate entworfen, Recherchen durchgeführt und eine Broschüre gestaltet. Mein Ziel war es, den Stil jeder Band darzustellen und aufzuzeigen, wie diese Bands Musik nutzten, um Autoritäten herauszufordern, kulturelle Normen zu durchbrechen und in jeder Hinsicht neue kollektive Identitäten und kulturelle Bewegungen zu fördern. 

Die Recherchen umfassen den Zeitraum von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart und gehen auch auf die Diktatur in Brasilien sowie auf Diskussionen über die Rechte der japanischen Arbeiterklasse ein.

Tür Policy: all genders

Anmeldung: no registration required

Datum: 26. 06. 2026

Uhrzeit: 19:00

Ort: Mz* Baltazar’s Lab‘ (Jägerstraße 52-54, 1200 Wien)

Organizer: