(Open Lab und Ausstellung)
Kuration und Open Lab von Performatorium
WANN:
Open Lab: 21.-22.3.2026
Ausstellung: 23.3.-10.4.2026
Öffnungszeiten:
21.3., 13-17h
22.3., 11-15h
26.3., 14-16h
10.4., 16-19h
und auf Anfrage: olivia.jaques@mzbaltazarslaboratory.org
WO:
Mz* Baltazar’s Lab, Jägerstraße 52-54, 1200 Vienna, Austria

Salina Abaza: “Beautiful Dzadza – Queering the Concept of Elopement”
2022/2026
Die Geschichte der schönen Dzadza wurde in einer Zeitkapsel konserviert, die darauf wartet, an anderen Orten und Zeiten – wie etwa im Mz* Baltazar’s Lab – aktiviert zu werden. Die Zeitkapsel hat die Form einer alten Dose. Sie enthält verschiedene Gegenstände, „Beweise“ und „Dokumente“ des “Durchbrennens” (Eloping), die zu einer unbestimmten Zeit in der Kaukasusregion zwischen Dzadza und ihrer Geliebten, einer Frau, stattfand. Zu den Dokumenten gehört ein Briefwechsel zwischen den beiden Frauen, der auf Abchasisch und Tscherkessisch verfasst wurde. Dieser gibt uns heute Hinweise über ihr Durchbrennen und die Art ihrer Beziehung. Die Dose enthält außerdem ein tscherkessisches Volkslied, das nach der schönen Dzadza benannt ist und von ihrem Durchbrennen erzählt. Die Zeitkapsel zeigt die patriarchale Tradition durch eine queere Linse und wirft Fragen darüber auf, was wirklich und historisch wahr ist – besonders vor dem Hintergrund der Absenz queerer Geschichte weltweit.
Über das Open Lab:
Während des Open Labs, das sich zwischen Kuratieren, Vermittlung und partizipativer Performance bewegt, übersetzt das Performatorium die Arbeit von Salina Abaza in die Zeit und den Raum des Mz* Baltazar’s Lab. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, an diesem lebendigen Prozess teilzuhaben. Für die Teilnahme am Open Lab sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Komm einfach vorbei; als Beobachtende*r oder aktiv Partizipierende*r.
Über Performatorium:
Performatorium (gegründet 2017) ist ein in Wien basiertes Künstlerinnenduo* (Olivia Jaques/Marlies Surtmann) und ein Labor für praxisorientierte Forschung mit künstlerischen Mitteln. Performatorium entwickelt u.a. künstlerisch-performative Formen des räumlichen und zeitlichen Wissentransfers sozial engagierter Performancekunst und erforscht Fragen um embodied practices als Überlieferungsformen.
https://performatorium.wordpress.com/
https://mastodon.social/@performatorium
