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8. April, 19:0022. April, 21:00

The High Court of Feminism

Der Hohe Gerichtshof des Feminismus lädt zum Tribunal gegen das Patriarchat!

Angeklagt sind: die Täter, die Justiz, die Medien, die Gesellschaft.

Sie werden angeklagt für die Untätigkeit, wenn es um Femizid und Gewalt gegen Frauen* geht.

Das Verharmlosen und Bagatellisieren,  (“Beziehungstat”), Ausreden Suchen, warum nicht geholfen wurde, das Victim Blaming, aber auch das alltägliche Abwerten und Heruntermachen von Frauen* und Mädchen*.

Denn: Man tötet nicht aus Liebe!

Nieder mit dem Patriarchat!

Ausstellungseröffnung am 8. April 2022 um 19h

und Finissage am 22.April 19h

 

Mz* Baltazar’s Labratory, Jägerstr. 52-54, 1200 Wien

 

The High Feminist Court invites to the tribunal against patriarchy! Accused are: the perpetrators, the judiciary, the media, the society. They are accused of inaction when it comes to femicide and violence against women*: trivializing and minimizing, keyword “relationship act”, looking for excuses why no help was given, victim blaming, but also the everyday devaluing and belittling of women* and girls*. Because: You don’t kill for love! Down with the patriarchy!

Exhibition opening on April 8, 2022 at 7pm

Finissage 22nd of April at 7pm
Mz* Baltazar’s Labratory, Jägerstr. 52-54, 1200 Vienna.

 

Am 25.3.2022 verzeichnet Österreich den 8. Femizid. Als Femizid wird der Mord oder die Tötung von Frauen* aufgrund ihres Geschlechts bezeichnet. Die Täter sind in den allermeisten Fällen der (Ex-)Partner, ein Bekannter oder ein nahestehendes Familienmitglied.

Femizide und andere Formen von Gewalt an Frauen* nehmen in Österreich seit Jahren zu. Obwohl das Thema Femizid und Gewalt an Frauen*, hier vor allem unter dem Titel “Gewaltschutz”, in den vergangenen Jahren vermehrt thematisiert wurde – aufgrund von Öffentlichkeitsarbeit unterschiedlicher feministischer Initiativen, aber  nicht zuletzt auch aufgrund einiger besonders tragischer und ‚öffentlichkeitswirksamer‘ Fälle von Femizid im vergangenen Jahr wie zum Beispiel der Mord an der Trafikantin in Wien Alsergrund durch einen Brandanschlag, der von ihrem Ex-Partner in ihrer Trafik verübt wurde. (https://www.derstandard.at/story/2000125598285/trafikantin-nach-brandanschlag-in-wien-verstorben; derstandard.at vom 5. April 2021).

Oder den bereits zuvor im Fall gegen die Grünen-Politikerin Sigrid Maurer in den Medien bekannt gewordenen „Bierwirt“, der unter Verdacht steht, ebenfalls 2021 seine Ex-Partnerin erschossen zu haben.(https://www.derstandard.at/story/2000130770952/anklage-gegen-mordverdaechtigen-wiener-bierwirt-liegt-vor; derstandard.at vom 21. Oktober 2021)

Mainstream-Medien und Politik schenken laut dem feministischen Kollektiv Hippocampa – feministische Alltagsoffensive dem Thema jedoch nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit. Das Kollektiv will das ändern: Es greift seit 2012 feministische Themen auf und bearbeitet sie auf unterschiedliche Weise. In der aktuellen Ausstellung in Kooperation mit Mz* Baltazar’s Laboratory (http://www.mzbaltazarslaboratory.org/) will das Kollektiv neue Formen finden, um über die Tabuthemen Femizid und Gewalt an Frauen* und Mädchen* in Österreich zu sprechen.

Das Tribunal

Der Hohe Gerichtshof des Feminismus erhebt Anklage

“Your silence will not protect you” sagte die US-amerikanische Aktivistin und Theoretikerin Audre Lorde.

Daher nimmt das Hippocampa Kollektiv das verdrängte Phänomen, das in allen Schichten und allen sozialen Gruppen auftritt, trotz aller Tabus zum Ausgangspunkt einer künstlerisch-aktivistischen Arbeit. In einem Tribunal vor dem „Hohen feministischen Gerichtshof – HfG“ (Videoinstallation, unterlegt mit Audio-Aufnahmen) werden die Täter, die Justiz, die Medien, die Polizei und die Gesellschaft zur Rechenschaft gezogen. Damit soll den Opfern der Femizide, aber auch jenen, die brutale Attacken, Übergriffe und physische Gewalt überlebt haben oder psychische teilweise täglich Gewalt erleben müssen, eine ermächtigende Stimme gegeben. Denn „Männergewalt muss benannt werden. Nicht nur von den Opfern oder solidarischen Frauen. Wir warten noch auf die Männer, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen und ihren Beitrag dazu leisten. Die Tatsache, das Frauen ungleich mehr Opfer von Gewalt durch Männer sind, sie aber diejenigen sind, die auch noch die Kraft und die Energie aufwenden müssen, sich dagegen zu wehren und die Problematik sichtbar zu machen, muss ein Ende haben. Denn schlussendlich ist Männergewalt ein Problem von Männern!“ findet das Kollektiv. „Sie müssen endlich ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten“. Davon sind die Aktivist*innen von Hippocampa überzeugt. Das Tribunal wird im Zuge einer Ausstellung präsentiert.

Hippocampa ist eine Gruppe von diversen Aktivist*innen und Freund*innen, die sich in regelmäßigen Treffen mit dem Thema Gewalt auseinander gesetzt und die Ausstellung gemeinsam konzipiert haben.

Einer der ältesten Teile des Gehirns wird als “Hippocampus” bezeichnet, was auch Seepferd bedeutet, ein Wesen mit non-binären Gender Eigenschaften.

HippocampaThe High Court of Feminism

About Hippocampa

Hippocampa ist eine Gruppe von diversen befreundeten Aktivist*innen, die sich in regelmäßigen Treffen mit dem Thema Gewalt auseinander gesetzt und die Ausstellung gemeinsam konzipiert haben.
Einer der ältesten Teile des Gehirns wird als “Hippocampus” bezeichnet, was auch Seepferd bedeutet, ein Wesen mit non-binären Gender Eigenschaften.

Event details

Start:
8. April, 19:00
End:
22. April, 21:00
Door policy:
all genders
Registration:
please email to orga@lists.mzbaltazarslaboratory.org
Requirements:
none
Event Category:

Venue

Mz*Baltazar’s Laboratory, Jägerstraße 52-54, 1200 Wien

Organizer

Hippocampa